LUVIS - Sehtafeln homogen aufleuchten

Mit LUVIS und LUVIS mini können gängige Kontrast- und Visustafeln endlich korrekt und homogen aufgeleuchtet werden. Dadurch wird das Messen vom Kontrastsehen einfacher, denn Sie müssen sich keine Sorgen mehr machen, die Tafeln korrekt zu beleuchten.

Es wird aber auch viel genauer: Mit den LUVIS-Geräten werden die Sehtafeln homogen aufgeleuchtet. Das bedeutet, dass die Helligkeit bzw. Leuchtdichte auf der Tafel keine großen Abweichungen aufweist. Mit LUVIS mini bspw. erreichen Sie eine maximale Abweichung von +/- 3 % über die gesamte Tafel. Bisherige Verfahren und Forderungen sind bei +/- 25 %. Dies kann gerade bei Kontrasttesten entscheidende Unterschiede im Ergebnis mit sich führen.

Für welche Produkte sind die LUVIS-Geräte geeignet?

LUVIS mini ist ideal für die Mars Kontrasttafeln. Bringt man vier Magnet-Klebestreifen an die Rückseite einer Marstafel an, so kann diese ganz einfach in das LUVIS mini eingesetzt und ohne Krafteinwirkung entnommen werden.

LUVIS mini

LUVIS hingegen eignet sicht für die weitaus größeren Pelli Robson Tafeln. Bei diesen Tafeln ist eine ausreichende Beleuchtung umso schwieriger, da die Testfläche größer ist. Mit gängiger Raumbeleuchtung, Tischlampen oder Strahlern läuft man schnell Gefahr, signifikante Unterschiede in der Leuchtdichte zu erzeugen. Das Resultat: Die Kontraststufen sind nicht mehr gleich hell, der Testaufbau somit "unfair".

LUVIS

Wer kann die LUVIS-Geräte einsetzen?

Grundsätzlich eignen sich die LUVIS-Geräte für jeden, der das Kontrastsehen mittels Auflichttafeln prüft. Auflichttafeln sind solche Tafeln, welche von Vorne beleuchtet werden müssen, da sie nicht transparent sind. Die anderen sog. "Durchlichttafeln" sind Lichtdurchlässig und können nur mit großen Leuchtkästen verwendet werden.

Wir empfehlen folgenden Berufsgruppen den Einsatz von LUVIS:

Berufsgruppe / Anwender     Einsatzzwecke  
     
Betriebsmediziner / Arbeitsmediziner
  • Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV von 2011): Prüfung des photopischen Kontrastsehens mittels Mars- oder Pelli-Robson-Tafeln (Teste empfohlen durch DOG)
  • Prüfung der Sehschärfe: Auch die Prüfung des Visus' kann mit den LUVIS-Geräten durchgeführt werden.
 
Kliniken / Forscher
  • Überprüfung des Kontrastsehens in klinischen, multizentrischen Studien.
  • Genauere Überprüfung der einzelnen Kontraststufen möglich. Messen von geringen Abweichungen möglich.
  • Standardisierte, gleiche Bedingungen bei allen Studien-Teilnehmern, egal an welchem Ort
 
Augenoptiker / Optometristen
  • Screening des Kontrastsehens einfach und korrekt.
  • Keine komplexe (Raum)Beleuchtung bei Kontrastsehtesten mehr notwendig!
  • Detaillierte Ermittlung des Kontrastsehens
  • Aufdeckung von möglichen Erkrankungen zur frühzeitigen Weiterleitung an einen Arzt
 

Wie kam es zur Entwicklung der LUVIS-Geräte?

Das Steinbeis-Transferzentrum "eyetrial" an der Augenklinik Tübingen erforscht schon seit Längerem die Prüfung des Kontrastsehens. Durch aktuelle Verordnungen, wie der Fahrerlaubnisverordnung (FeV), welche die Prüfung des Kontrastsehens bei Berufs-Kraftfahrzeugführern vorschreibt, kamen unspezifische Empfehlungen zu Tage. Demnach sollten die Auflichttafeln mittels "Tischlampe" beleuchtet werden.

NEU: Eigene LUVIS-Homepage (www.luvis.info)

Nur wenige Monate nach der Preisverleihung haben wir extra für die LUVIS-Geräte eine eigene Webseite erstellt! Über den obigen Link kommt man direkt auf die Seite, wo alle relevanten Informationen zu finden sind! Schauen Sie doch mal vorbei!


Dies haben die Forscher genauer untersucht und fanden heraus: Es ist nicht möglich, mit solchen Leuchtmethoden eine Kontrasttafel korrekt und homogen zu beleuchten. (Siehe hierzu die Publikation in die Klinischen Monatsblättern) Damit begann die Entwicklung der LUVIS-Geräte. Als Projektpartner aus der Praxis wurde VISUS ausgewählt. Zusammen wurde das LUVIS mini mit ein paar letzten Verbesserungen marktreif gemacht.

Gibt es Referenzen zu dem Projekt?

Am 25. September 2015 gewann das Projekt den Löhn-Preis 2015, welcher für herausragende Technologie-Transferleistung aus der Wissenschaft in die Praxis verliehen wird. Mehr dazu gibt es hier, sowie im Video:



Weiterführende Links:
Video auf Vimeo
Offizielle Beschreibung auf der Steinbeis-Webseite